12 Punkte für Stahnsdorf
Stahnsdorf liegt in einer bevorzugten grünen Lage zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und der Landeshauptstadt Potsdam. Der Standort ist sowohl zum Wohnen als auch für Gewerbetreibende sehr attraktiv.
Trotzdem gibt es diverse unerledigte Hausaufgaben in unserer Gemeinde.
In unseren vielen Gesprächen mit den Einwohnern und den Gewerbetreibenden haben wir gemeinsam die folgenden 12 Punkte als zunächst wichtigste Handlungsfelder herausgearbeitet.
Inhaltlich werden wir Sie in den folgenden Wochen nach ausgiebiger Diskussion füllen und ergänzen. Dabei freuen wir uns, dass wir viele der folgenden 12 Punkte bereits in den STAHNSDORFER VISIONEN 1999 andiskutiert haben.
Schauen Sie doch einfach ab und zu herein oder noch besser: Arbeiten Sie an der Formulierung der 12 Punkte für Stahnsdorf aktiv mit!
Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit.
Stahnsdorf wird seine Chancen nutzen. Mit diesen 10 Schwerpunkten:
1. S-Bahnhof für Stahnsdorf
Priorität einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik für Stahnsdorf hat die umgehende Realisierung eines S-Bahnhofs Stahnsdorf mit direktem Anschluss nach Berlin.
2. Fahrradgemeinde.
Einen Großteil des normalen Verkehrs können wir mit dem Fahrrad bewältigen. Hierzu bedarf es des großzügigen Ausbaus des Radwegnetzes in der Gemeinde. Mit einem derart attraktiven Angebot werden wir nicht nur den Straßenverkehr etwas entlasten, sondern auch viele Fahrrad-Touristen in unseren Ort locken können.
3. Kundenfreundliche Verwaltung.
Die Verwaltung werden wir zielgerichtet reformieren!
Sie wird sich künftig als Dienstleister für Einwohner und Gewerbetreibende zu verstehen haben. Sie muss aufzeigen, wir der Kunde seine Wünsche realisieren kann, und hat ihn dabei nach allen Kräften zu unterstützen.
Der Kunde wird nicht länger Bittsteller sein – leider noch häufig anzutreffendes kundenunfreundliches Verhalten werden wir schonungslos offen legen und Konsequenzen einfordern.
Die Öffnungszeiten müssen deutlich verändert werden. Wir sehen hier Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 10.00 - 20.00 Uhr.
4. Kinder- und jugendfreundliche Gemeinde.
Die Kinder sind unsere Zukunft. Insoweit werden wir alle Aktivitäten insbesondere auf die Interessen der Kinder und Heranwachsende ausrichten. Wir brauchen mehr Spiel- und Bolzplätze und wollen auch die Jugendarbeit in den Vereinen unterstützen, etwa des CLAB. Ein Kinder- und Jugendparlament könnte als Sprachrohr der Heranwachsenden in Stahnsdorf fungieren. Zudem werden wir attraktivere Öffnungszeiten für die Kindertagesstätten in unserer Gemeinde durchsetzen. Das Zusammenspiel von Beruf und Familie muss durch das Dienstleistungsangebot KITA gewährleistet sein.
5. Entwicklungsschwerpunkte setzen.
Wir wollen Entwicklungsschwerpunkte in Stahnsdorf setzen. So sehen wir rund um den Dorfplatz künftig viele kulturelle und gastronomische Angebote. Darüber hinaus wollen wir die Lindenstraße zur attraktiven Einkaufsstraße ausbauen und das Gebiet zwischen Lindenstraße und Dorfplatz mit einer Fußgängerzone attraktiver gestalten. Das Erscheinungsbild von Stahnsdorf als Gartenstadt muss erhalten bleiben. Daher ist im Baurecht darauf hinzuwirken, dass eine Zersiedelung, aber auch ein Zubauen der Gemeinde verhindert wird.
6. Standort-Management
Die Standortvorteile von Stahnsdorf müssen noch deutlicher in das Bewusstsein der Berlin-Brandenburger und auch darüber hinaus gebracht werden, um neue Einwohner, aber auch Gewerbetreibende anlocken zu können.
Im Rahmen des neuen Standortmarketings wird auch das Gewerbegebiet interessanter für Investoren. Hier müssen wir aber auch ein Gleichspiel der Interessen ortsansässiger und neu hinzukommender Gewerbetreibender beachten. Unser Ziel ist es, das Gewerbegebiet schnellstens mit potenten, zum Ort passenden Investoren zu füllen, um den Haushalt entlasten zu können - aber auch um mehr Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen.
7. Pflege des Erscheinungsbildes.
Das Erscheinungsbild unserer Gemeinde ist stark verbesserungsbedürftig. Straßen und Wege müssen ausgebaut, öffentliche Grünanlagen gepflegt, aber z.B. auch die Gullys gereinigt werden. In Stahnsdorf wollen wir verstärkt öffentliche Parkanlagen schaffen, um attraktivere Freizeitangebote zu ermöglichen, aber auch um den grünen Charakter unserer Gemeinde zu bewahren.
8. Sport und Freizeit
Zur Unterstützung der aktiven Sportler in Stahnsdorf werden wir die „Regionale Sportstättenkonzeption“ weiter verfolgen, und es muss dafür gesorgt werden, dass diese in der Realität umgesetzt wird. Dies aber nur zu dem Preis, dass daraus eine vernünftige Verknüpfung von Vereins-, Schul- und Freizeitsport folgt.
9. Hilfe zur Selbsthilfe.
Im Sozialbereich bevorzugen wir die Hilfe zur Selbsthilfe. Konkret heißt das, wir helfen mit dem Ziel, dass der Hilfeempfänger kurzfristig wieder auf eigenen Füßen stehen kann. Nur so können aus unserer Sicht die knappen öffentlicher Gelder am besten eingesetzt werden, und der Hilfeempfänger kann auch nur so aufrechten Hauptes die Hilfe annehmen.
Wir sind gegen die soziale Hängematte und überzogenes Anspruchdenken.
10. Kultur
Ein attraktives Kulturangebot trägt viel zur Lebensqualität in Stahnsdorf bei. Dabei kann die geldliche Unterstützung aus dem „Gemeindesäckl“ aus unserer Sicht aber nur von geringerer Bedeutung sein. Vielmehr gilt es, die Förderung durch Privatspenden, aber auch durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und Einbindung in das Standortmarketing die Kulturschaffenden zu unterstützen.
Zudem kommt immer noch viel zu häufig vor, dass man Stahnsdorfer Termine verpasst, die wieder einmal nicht ausreichend kommuniziert worden sind. Daher werden wir einen zentralen Veranstaltungskalender schaffen, in dem alle politischen, kulturellen und Freizeittermine einfließen werden.
11. 4 Ortsteile = eine Gemeinde.
Seit 2002 ist Stahnsdorf größer. Güterfelde, Schenkenhorst, Sputendorf und die bisherige Gemeinde Stahnsdorf bilden eine neue Großgemeinde.
Das Ortsbild und die Eigenarten der Ortsteile müssen erhalten bleiben. Trotzdem wird insbesondere auch das vergrößerte mit den übergreifenden Aufgaben im Vordergrund unseres Handelns stehen. Alle müssen sich wieder finden können - keiner darf aber deswegen ausschließlich seine eigenen Ortsteilinteressen vertreten.
12. Zusammenwachsen in der Region.
Wir sind für ein Zusammengehen von Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow. Die regionalen Interessen, aber auch die Abhängigkeiten sind so groß, dass nur der Zusammenschluss zum Mittelzentrum hier die richtigen Lösungen bringen wird. Die FDP Stahnsdorf hat bereits enge Beziehungen zu den Ortsverbänden Kleinmachnow und Teltow. Wir werden auch hier noch enger zusammenarbeiten.
Das für die Großgemeinde Stahnsdorf Gesagte muss auch für das regionale Zusammenwachsen gelten: Bei Wahrung des Erscheinungsbildes der Gemeinden und der entsprechenden Bedürfnissen muss es immer zu einem gerechten Gleichspiel mit den Interessen der Gesamteinheit kommen.
Pressemitteilung zu weiterem Gymnasium
Die FDP der Region wie auch die Fraktion der FDP im Kreistag Potsdam-Mittelmark begrüßen die Errichtung eines weiteren Gymnasiums mit drei Zügen in der Region.
In der Sitzung des Kreistages am 08. Mai 2008 hat der für die Schulentwicklung zuständige Fachbereichsleiter auf der Grundlage der aktuellen Anmeldezahlen erklärt, dass der Landkreis nunmehr die Errichtung eines weiteren dreizügigen Gymnasiums in unserer Region plane. Wir freuen uns, dass dieser von uns seit Jahren prognostizierte Bedarf nun auch in der Kreisverwaltung gesehen wird.
Im Interesse kurzer Schulwege regen wir an, vorrangig einen Standort in Stahnsdorf zu prüfen.
Gemeinsam sind wir stärker!
Kleinmachnow, Stahnsdorf, Teltow, den 08. Mai 2008
Norbert Gutheins Georg Lehrmann Hans-Peter Goetz
FDP Kleinmachnow FDP Stahnsdorf FDP Teltow
FDP-Kreistagsfraktion